Sensei Ralf Kramberg erneut zu Gast

Erneut hatten die SchülerInnen von Si Gung Hubert Wolf die Gunst der Stunde auf ihrer Seite und konnten ihr Wissen um einen weiteren Baustein in Richtung allumfassende Kampfkunst ergänzen.

Sensei Ralf Kramberg war ein weiteres mal Gast im hiesigen Kwon des SCALA im Schlehdornweg.


[singlepic id=1032 w=320 h=240 float=left]Der ehemalige Bundesligakämpfer (’81-’83) hatte einige Lehrbeispiele aus der Fallschule im Gepäck und brachte den Kung Fu SchülerInnen des Wun Hop Kuen Do das richtige Fallen nahe.
Für den kampferprobten Judoka war es ebenso ein besonderes Training, denn eigentlich hatte er sich von seiner aktiven Lehrtätigkeit bereits 2009 getrennt.

1981 graduierte er seine bis dahin schon 14-jährige Laufbahn mit dem 1. Dan und noch mehrere weitere sollten folgen. Seit 1977 war er in diversen Hamburger Vereinen als Judo und Ju Jutsu Lehrer tätig. In seiner aktiven Zeit in der Bundesliga waren sechs bis sieben Stunden Training an der Tagesordnung und so bedurfte es auch keiner besonderen Demonstration oder Ähnlichem, die Kompetenz von Sensei Ralf Kramberg 4. Dan war in jeder Faser seines Wesens präsent.

Wir hatten allerdings nur ein paar Stunden Zeit, uns die wichtigsten Dinge beim Fallen einzuprägen. Die ruhige und konzentrierte Art von Sensei Ralf Kramberg war dabei eine sehr große Hilfe.[singlepic id=1073 w=320 h=240 float=right]

Zuerst wurde richtig gelegen, dann abgerollt, schließlich aus der Bewegung gefallen. Allen wurde hierbei die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt. Jeder musste einzeln nach vorn und unter dem wachsamen Blick des Lehrmeisters die Anwendung vormachen. Angenehmer Nebeneffekt: Es entging kein einziges Detail und nicht eine Übung wurde umsonst gemacht. [singlepic id=1053 w=320 h=240 float=left]Nach einer runden Stunde ging es dann ans Eingemachte und auf den besonderen Wunsch von Si Gung Hubert Wolf wurde ein Wurf des Wun Hop Kuen Do Kung Fu’s auf den Prüfstand gelegt. „Unsere“ Variante mit einem Kehlgriff war verständlicherweise für einen Judoka etwas unorthodox, aber der Kern der Bewegung war selbstverständlich nicht unbekannt und es war somit ein leichtes den Griff entsprechend zu modifizieren. Sensei Ralf erklärte anschaulich auf welche Bewegungen es im einzelnen ankam und sezierte den dynamischen Wurf analytisch in viele kleine Einzelteile, so dass direkt an der Basis gearbeitet werden konnte.

Egal wie eine Person steht, es gibt immer eine schwache und eine starke Seite. Ziel beim Judo ist es, das Gewicht über die schwache Seite aus dem Gleichgewicht zu bringen. In der Regel befindet sich die starke Seite auf der Linie der Füsse, zumindest bei Schultergleichstellung. (Bild 1) Auf Bild 2 sehen wir wie die Schulter über die schwache Seite nach hinten gedrückt wird, gleichzeitig wird am Arm gezogen. Dann erst wird das eigene Bein angehoben (Bild 3) und blockierend hinter dem Bein des Gegners plaziert. (Bild 4)

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Nun ist es ein Kinderspiel ihn zu Fall zu bringen. (Bild 5)

Dieser Wurf wurde dann als Partnerübung unzählige male wiederholt und wiederholt und wiederholt und bildete bei dementsprechend wachsender Effizienz den schönen und schweißtreibenden Abschluss des Seminars mit Sensei Ralf Kramberg.

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Die Wun Hop Kuen Do SchuelerInnen des SCALA mit Sensei Ralf Kramberg und ihrem Lehrer Si Gung Hubert Wolf

Wir freuen uns diesen sympathischen Lehrer erneut bei uns gehabt zu haben, üben beständig weiter und schauen ebenso schon gespannt in die Zukunft, welche Kampfkunst unseren Kwon vielleicht als nächstes bereichern mag.

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