Trainingslager in Damp

Dieser Bericht ist vor allem für die Eltern, deren Söhne am Sonntag Abend zu nicht mehr fähig waren als zu folgender Antwort auf die Frage: „Wie war denn nun euer Trainingslager???“ (Die Mädels Eltern dürfen natürlich ebenfalls weiterlesen, dürften aber Vieles schon wissen… 🙂

Antwort xy: „Gut!“

Wieder mal etwas Neues! Nach Schönhagen im letzten Jahr, wo Teambuilding und Fun im Vordergrund standen, sollte es dieses Mal ein Trainingslager sein, in dem es zwar auch Fun gibt, aber auch viel handballspezifisch trainiert werden kann. Idealer Ort: Ostseebad DAMP – 4 km langer Sandstrand, nur ca. 2 Busstunden von der Alstertal Halle entfernt, vielfältige Trainings-Möglichkeiten drinnen und draußen. Insgesamt 38 Jugendliche der Mannschaften mC1+2 und wD1 plus Trainer machten sich am Freitag 19. Juni auf den Weg.

Die erste Überraschung: Geschlafen wurde nicht in Gemeinschaftsunterkünften, sondern in „richtigen“ kleinen Apartmenthäusern (Küche, Duschbad, 2 Schlafräume unter dem Dach, eigene kleine Terrasse), die dicht zusammen in einer Parkanlage standen. Immer 6 Jugendliche hatten ein Haus für sich, also eine „echt sturmfreie“ Bude. Das kam hervorragend an, obwohl sich die überschwängliche Begeisterung einiger dann doch noch mäßigte, als sich herausstellte, dass eigenständig wohnen auch „SELBST aufräumen und Ordnung halten“ heißt. Zudem kassierten wir zwar nicht die Fernseher, dafür aber die Fernsehkabel ein und es stellte sich heraus, dass das Trainerhaus so zentral lag (rein zufällig versteht sich), dass mit urplötzlichen Kontrollen jederzeit gerechnet werden musste ().


Gleich am ersten Abend waren noch
Hallen Trainingseinheiten für alle Mannschaften angesetzt. Während mC2+wD indoor starteten, nutze die mC1 den großen Strand für Koordination und Kondition und so mancher hatte den Wettergott für Regen angefleht, stellten die Jungs doch fest, dass Strand an sich zwar toll ist, jegliche schnelle Bewegung im Sand aber doppelt anstrengt. Nach knapp 90 Minuten erhörte der Regengott die Gebete der Jungs und die Halleneinheit folgte, während wD und mC2 noch Laufen, Duschen und Essen auf dem Programm hatten. Erst gegen 22.30 Uhr waren alle wieder bei den Häusern versammelt und bei immer noch hellem Sommerlicht, klang für alle der Tag aus. Einige Kontrollrunden – die letzte 2.00 Uhr morgens, zeigten uns, dass zwar nicht alle schliefen, aber zumindest in den Häusern blieben.

Die Nacht war kurz, denn 7.30 Uhr war Treffpunkt zum Laufen. Das war für einige schon ganz harter Tobak. … aber keine(r) fehlte. Respekt. Das „Luxus Frühstück“ nach dem Duschen belohnte dann auch alle. Ein tolles Frühstücks-Buffet, erwartete uns, was keine Wünsche offen ließ, im Robinson Club ist’s auch nicht anders. Das gab Kraft für den Tag.

Die Sonne kam durch und so starteten wir mit allen Mannschaften zu 2 Stunden Training am Strand – Ziel: Beweglichkeit, Kraft, Kondition … und FUN. Gleich beim Einlaufen stellte sich heraus, dass Trainer durchaus erkennen können, wer sich ein Päuschen gönnt, statt zu sich aufzuwärmen – auch (und gerade!) wenn das Laufen am langen, gut übersehbaren Strand stattfindet. Das dann folgende „Extra“ a la Jan für alle, verdeutlichte jedem, warum wir auf keinen Fall auf Aufwärmen verzichten wollen und können. Das hatten dann alle verstanden ….. Bis 12.00 Uhr wurde dann an verschiedenen Stationen, verschiedene Schwerpunkte mannschaftsweise trainiert und der erste Muskelkater kündigte sich an. Anschließend ging es bis 14.30 Uhr zum Schwimmen ins Aqua Fun, das tat den angestrengten Muskeln gut.


Mit riesigem Appetit trafen sich alle dann um
15.00 Uhr zum Grillen bei den Häusern. Super vorbereitet und lecker angerichtet, erwarteten uns die „Grill- und Küchenmeister Heidi und Gerd Cramer“,  mit knusprigen Würstchen, Salaten und Getränken. Extra aus Hamburg für uns angereist, bereiteten sie uns bei strahlendem Sonnenschein eine tolle Grillpause. Ein riesen Dankeschön dafür!

Gegen Abend begannen dann die Trainingsspiele für alle 3 Mannschaften, die nach einer Erholungspause nacheinander in der Halle stattfanden. Unsere Gegner aus Schleswig und Lübeck lieferten uns einen harten Kampf. Es konnte viel probiert und geübt werden, alle kamen in diversen Positionen zum Einsatz und so manche tolle Ansätze zeigten sich. Selbstverständlich beobachteten wir auch Vieles, was noch dringend des weiteren Trainings bedarf … aber das versteht sich ja von selbst.
Hatten die Trainer gehofft, dass sich nun ein ruhiger, entspannter Abend anschließen MÜSSTE, da doch eigentlich jeder nach dem Programm „platt“ sein sollte ….  Nun ja, die „Kraft“ reichte noch für einen langen Abend bei
Fackelschein im Garten bis ca. 2.00 Uhr.

Das Klingeln des Trainerweckers um 6.00 Uhr schien dann auch geradezu unwirklich. Aber wer um 8.00 Uhr Wasserski fahren will, muss eben um 7.00 Uhr spätestens frühstücken. Hmpf. Tatsächlich standen alle um 6.40 Uhr pünktlich unten, das werden einige Eltern nicht glauben wollen. Na ja … zugegeben: Wasserski motiviert auch mehr als Schule.
An der Wasserskianlage schien die Sonne. Mit Skiern und Neopren Anzug machten alle eine top Figur und nach kurzer Einweisung wurde es ernst. Es war ein höllischer Spaß. Fast alle schafften im Laufe der 2 Stunden ihre Runden und konnten zu den
„Könnern“ -Nils (ganz cool: Badehose ÜBER dem Neo), Nico, Tom, C2 Florian, Ella und Maren“ aufschließen. Im Sturzranking belegten:
1.    Platz: Pascal (erfolgreicher Start, locker lässiges „Erfolgs-Winken“ mit einer Hand zum Publikum, PAATZ)
2.    Platz: Sascha S. aus H. (höchste B-Note für Sturz nach sagenhaften ca. 30 cm Fahrt) (Siehe auch Bildergalerie)

3.    Platz: Lea (Ski blieben an Land, sie nicht: LOSLASSEN!) und Alex „gogo“ (nach erfolgreicher Fahrt: im Zielbereich verkantet ein Ski, sauberer Spagat mit eingesprungenem Frontal-Bauschklatscher)
Es sein angemerkt, dass alle 4 auch noch ausgezeichnet ihre Wasserski-Runden zogen. Und Stürzen muss man erstmal können!

Als die Trainer noch um den „Eisdeerns Cup“ fuhren, war der Support im „Fanbereich“

groß. Jan wurde im letzten Augenblick noch von Jonas abgefangen, Sascha S. aus H. erzwang in letzter Sekunde noch die Teilnahme an der Endrunde, konnte aber in den Kampf um den Cup nicht mehr  eingreifen. Karim und Tim landeten auf den Plätzen, Sandra und Tina waren physio- und mental-therapeutisch im Einsatz.

Mit einem Picknick, Häuser aufräumen und aufgrund sinftflutartigem Regens statt Strand-Chillen ein Indoor Fussballturnier, ging das Wochenende seinem Ende zu. Uns hat es riesigen Spaß gemacht, vielen, vielen Dank an den Hauptorganisator Tim und die tolle Idee Sandra.

Was nehmen wir mit?
Spezielle „Frauen- und Männeraufgaben“ gibt es nicht, aufräumen muss JEDER und „Muddi ist nicht da“
Edeka-Läden braucht man nicht zum Überleben … Fernsehen auch nicht
Trainer sind „nicht ganz so leicht“ reinzulegen, wie „man“ denkt … und wird man erwischt, endet’s mit Schweißperlen und Muskelkater
Trainer hassen ausnahmslos die Frage „Warum?“
EINEN Lernerfolg konnten wir auf jeden Fall verbuchen: Alex Gähler weiß jetzt was er bei „Block für Gähler“ machen muss
Ein großes Kompliment an die Mannschaften kam nicht nur von den Trainern, sondern auch von Externen in Damp, war es doch gelungen sich so zu zeigen, dass wir wieder kommen dürften. Wenn wir wollen. Wollen wir? Fragt die, die dabei waren:
wD1 – Jojo, Eyleen, Maren, Marleen K., Marleen, Ella, Emma, Mike, Britt, Lea Heldt, Julie
mC1 – Nico, Tom, Damian, Alex „gogo“, Niklas, Alex G., Alex Z., Jeffi, Pascal, Nils, Florian, Jesper
und Arne.
mC2 – Malte, Mats, Jan, Tjerk, Justus, Oschi, Lukas, Florian, Henning, Marvin W., Marvin, Joshua,
Simeon, Fabian ……

Wir hoffen, es hat allen so viel Spaß gemacht wie uns.

Tina, Jan, Tim, Jonas und Sandra

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