Aktueller Bericht vom Kung Fu Showteam auf dem Sommerfest

Das Event war wie so oft der Knaller und einer der Höhepunkte neben viel Trommelei, Seilkundigen Damen, Gesang und Tanz. Hier ein Bericht aus erster Hand von Crillmaster Bruce:

Die Legende lebt

Das Kung Fu Showteam beim SCALA-Sommerfest

Vor 35 Jahren starb Bruce Lee, bis heute ranken sich Mythen um den Tod des wohl in der westlichen Welt bekanntesten Kampfkünstlers des Kung Fu.

Im April beschloss eine kleine Schar von Kung Fu Kampfkünstlern, eine Show für das SCALA-Sommerfest zu entwickeln.

Unser Si Hing (Assistenzlehrer) Marvin ist der Leiter des Showteams. Er ist Drehbuchautor, Regisseur, Produzent, Choreograph, Soundproducer und Akteur zugleich. Er entwickelte innerhalb kürzester Zeit ein „Drehbuch“. Sechs Schüler sind nicht nur Darsteller, sondern wurden auch immer mehr in den Prozess der Entwicklung als Co-Producer involviert.

Und heraus kam eine Show, die sich sehen lassen konnte:

Die Show zeigte auf komödiantische Weise Beispiele dafür, dass Kung Fu in vielen alltäglichen Situationen hilfreich sein kann.

Man sah den trainierten Kung Fu Schüler Erik, der ohne Mühe schwere Tüten nach Hause trug, sein Bruder Lasse zerbrach zuvor Kokosnüsse mit Händen.

Am prall gefüllten Strand, an dem kaum noch Platz zum Hintreten war, konnte man, aufgrund der trainierten Bauchmuskeln, einfach über unsere Bäuche laufen.

Während andere sich beim Tanzen blamieren, raubte Danni mit einer Mischung aus Kung Fu und Tanz den Mädels den Atem.

Es war zu sehen, dass auch das Schwerste leicht zu erreichen ist.

Ein paar Dehnübungen jeden morgen, und schon tritt Thomas über 2m in die Luft.

Sind Liegestützen zu anstrengend? Einfach einarmig machen, so kann der eine Arm ausruhen. Auch mal so kräftig, wie der starke Jan in den Sandsack hauen? Einfach vorstellen, der Sandsack ist der verhasste Chef.

Und was ein Pferdestand ist und wozu er außerdem gut ist, war auch zu sehen.

Und wie tritt man als Kung Fu Künstler der Gewalt gegenüber? Am besten, ohne das man selbst verletzt wird und ohne andere zu verletzen, und im Zweifel, und hier zu Showzwecken etwas herausgefordert, im waffenlosem Kampf, den Gegner mit seinen eigenen Waffen schlagen, geschmeidig wie Wasser den Schlägen ausweichen, den Gegner die Sicht nehmen, die Kraft des Gegners nutzen und am Ende gut dastehen.

Hört sich alles einfach an, macht aber viel Arbeit.

So kamen wir nun jede Woche nach dem Training zusammen und übten. Für drei Schüler war es die erste Show überhaupt. Sie lernten die Kampfkunst von einer anderen Seite kennen. Es ging weniger darum, besonders effektive Techniken zu entwickeln, sondern darum, dem Publikum den Eindruck von Effektivität zu vermitteln. Hier kommt es weniger auf denjenigen an, der einen Tritt macht, als auf denjenigen, der daraufhin atemberaubend durch die Luft fliegt, und das, ohne wirklich getroffen zu werden. Es geht darum, auf Basis der Kampfkunst eine Illusion zu schaffen, mit der man versucht, die Kampfkunst mit all ihrer Kraft, Schnelligkeit, Präzision, Ästhetik, Technik und dem Brennpunkt auszudrücken.

Hier ist das Timing und Zusammenspiel im Team besonders wichtig.

Man musste auch lernen, sich selbst auszudrücken, besonders durch Mimik.

Gerade Komik erfordert viel ernsthaftes Üben.

Ach ja, und zuweilen sogar etwas Gesangsunterricht.

Die entstandene Show sagt mehr über Kung Fu aus, als man auf den ersten Blick erkennt. Offensichtlich sind kraftvolle Schläge, gesprungene Tritte, exaktes Timing und die Ästhetik der Bewegungen. Auch kann man erkennen, dass man den Körper trainiert, die Beine dehnt, und auch mal einarmige Liegestützen auf drei Fingern hinbekommt. Doch später erkennt man, dass auch der Geist mittrainiert, und wenn man fleißig übt, den sehr positiven Einfluss, auch auf Situationen im alltäglichen Leben. Kung Fu bedeutet hart arbeiten, ist aber in dieser Bedeutung durchaus nicht nur auf die Kampfkunst beschränkt. Und je mehr vom Tag man mit Kung Fu erfüllt, umso mehr „Kämpfe“ gewinnt man, und ohne andere dabei „zu verletzen“.

Und Bruce Lee?

Wer da war, konnte ihn sehen, vom gesamten Showteam durch viel „harte Arbeit“ zurück ins Leben gerufen. Und auf die Frage, „Hey Bruce, bist Du nicht eigentlich längst tot?“, kann ich nur antworten:

WAHRE LEGENDEN STERBEN NIE

Ein Bericht von Christoph Behem

Am Samstag den 5. Juli findet das alljährliche Sommerfest wie immer in und vor der großen Turnhalle in der Lütkoppel statt.

Ab 15 Uhr beginnen die Vorführungen und Präsentationen der jeweiligen Sparten.

Das Kung Fu Show Team wird mit einem nagelneuen Programm aufwarten. Lassen sie sich dieses Schmankerl auf keinen Fall entgehen.
m.sadrinna

Mehr über Kung Fu erfahren sie hier.

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